Die Kleinen sind oft besser und innovativer als die Großen
Unternehmen die ein Produkt erfolgreich am Markt platziert haben, und dadurch oft (welt)-bekannt sind, werden manchmal von kleinen unscheinbaren Unternehmen überholt.
Ein Grund hierfür: Große Unternehmen stellen sich meist nur die Frage, wie schaffe ich es mit dem existierenden Produkt noch mehr Geld zu verdienen. Eine wichtige Frage auf die es ankommt, muss aber lauten: Welche Entwicklungen gibt es auf dem Markt, habe ich etwas verpasst?
Etablierte Unternehmen verbessern ihre bestehenden Produkte. Es fehlt aber an echten Innovationen. Zeitgleich taucht die Innovation durch ein kleines Unternehmen aus dem “völligen Nichts” für den Marktführer auf – denn das etablierte Unternehmen hat nur auf den oberen Ausschnitt des Marktes geschaut, anstatt neue Produkte zu entwickeln. Oft lässt sich beobachten, dass das neue Produkt/Innovation zu Anfang den etablierten Produkten noch unterlegen ist. Irgendwann gewinnen die vermeintlich “Kleinen” Marktanteile und ersetzt sogar das bisherige Produkt.
Diese Entwicklung nennt man auch disruptive Technologie.
Beispiele:
Flash-Speicher
In Bezug auf Kapazität, Zuverlässigkeit und Preis liegen heute z. B. Flash-Speicher gegenüber Festplatten weit hinten, deshalb werden weiter Festplatten in PCs eingebaut. Weil Flash-Speicher jedoch sehr klein sind und wenig Energie verbrauchen, werden sie in neuen Gebieten eingesetzt, etwa in USB-Sticks, in Digitalkameras und in MP3-Playern. Aufgrund des großen Erfolgs in den neuen Märkten setzen zwei Entwicklungen zugunsten der disruptiven Technologie ein: Die Absatzzahlen von Flash-Speichern steigen, wodurch die Preise fallen und die Speicher immer besser werden.
VoIP
Zunächst ist die VoIP-Technologie noch mit Nachteilen verbunden: Die Sprachqualität ist zunächst schlechter, zudem sind nicht alle Telefonnummern erreichbar. Die Technologie entwickelt sich weiter, über die Entwicklung des Enablers „ADSL“ wird zunächst die Sprachqualität verbessert. Zudem ermöglichen Anbieter nach der Standardisierung im SIP-Protokoll einen unkomplizierten Zugang zu normalen Festnetz-Nummern. Die Preise sind zunächst noch höher, jedoch können mit steigender Verbreitung immer mehr kostenlose Verbindungen genutzt werden.
Schön beschrieben wird dieses Innovationsmodell übrigens in dem Buch “Die Welt erklärt in drei Strichen” erschienen bei Kein und Aber: www.keinundaber.de

Erfolgsautor, Werner Schwanfelder schreibt in seinem neuen Buch, Der glückliche Manager, warum Glück ihren Erfolg potenziert unter anderem darüber, wie unsere tägliche Arbeit unser Glück beeinflusst.
